Viskose
Viskose - weich, geschmeidig und glänzend
Viskose ist eine der vielseitigsten regenerierten Zellulosefasern und verbindet natürliche Haptik mit vielseitiger Verwendbarkeit. Sie wirkt weich, geschmeidig und glänzend, nimmt Feuchtigkeit gut auf und ist angenehm zu tragen oder zu verarbeiten. Damit eignet sich Viskose sowohl für Textilien als auch für dekorative Oberflächen und funktionale Materialien.
Herkunft & Geschichte
Viskose wird aus Zellulose aus Holz oder anderen pflanzlichen Rohstoffen hergestellt und kann in Form von Filamenten oder Spinnfasern vorliegen. In Textilien wird sie häufig in Kombination mit Baumwolle, Leinen, Polyester oder Elastan eingesetzt, um die Festigkeit, Dehnbarkeit oder Pflegeleichtigkeit zu erhöhen. In technischen Anwendungen kann Viskose auch als Trägermaterial in Verbundstoffen verwendet werden, um Oberflächen glatt, gleichmäßig und formstabil zu gestalten.
Verarbeitung
- Web- und Stricktechnik: Viskose lässt sich sehr gut weben, stricken oder schlingen, wobei sie die Textur der fertigen Oberfläche deutlich beeinflusst.
- Färbung: Viskose nimmt Farbstoffe hervorragend auf und ermöglicht intensive, satte Farben sowie Farbverläufe.
- Veredelung: Durch mechanische oder chemische Ausrüstungen lassen sich Glanz, Griffigkeit oder Knitterverhalten gezielt steuern.
- Anwendung: Bekleidung, Heimtextilien, Polsterungen, dekorative Oberflächen und Laminatschichten profitieren von Viskose, da sie ästhetische Wirkung und Materialkomfort miteinander kombiniert.
Interessante Fakten
Viskose wird auch als Kunstseide bezeichnet, da sie optisch Seide ähnelt, aber deutlich preiswerter und einfacher zu verarbeiten ist.
Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und revolutionierte die Textilindustrie, indem sie die Eleganz von Naturfasern mit industrieller Produktionsfähigkeit kombinierte.
Neben Mode und Möbeln wird Viskose auch in technischen Fasern oder Spezialgeweben eingesetzt, z. B. als Trägermaterial für Laminierungen oder Beschichtungen.
Praxis-Tipp
Beim Verarbeiten von Viskose sollte die Faserempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit und Zug beachtet werden, um Verformungen oder Faltenbildung zu vermeiden. Beim Zuschnitt empfiehlt sich ein scharfes Werkzeug und ggf. leichtes Fixieren der Kanten, besonders bei dünnen oder fließenden Geweben. Bei Laminierungen oder Oberflächenbeschichtungen sorgt eine leichte Vorbehandlung der Faser für bessere Haftung und gleichmäßige Ergebnisse.

